Blut für Wasser – Doku

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Blut für Wasser – Doku

Wasser ist im Nahostkonflikt zum politischen Faustpfand geworden: Im Sechs-Tage-Krieg 1967 eroberten die Israelis nicht nur das Westjordanland, sondern auch dessen unterirdische Wasservorräte und Flüsse. Damals wollte der ägyptische Staatschef Nasser die jüdischen Erzfeinde austrocknen. Israel schaffte sich den Zugriff auf das wertvolle Nass mit Gewalt – Blut für Wasser. Nicht auszuschließen, dass der Kampf ums Wasser in absehbarer Zeit zu einem neuen Krieg führt.

Dokumentation, Deutschland 2003, Erstausstrahlung Von: Rolf Pflücke.

In der von Trockenheit und Wüstenbildung bedrohten Region leben 13 Millionen Menschen; das Frischwasser reicht aber nur für fünf Millionen. Während sich Israel im Friedensvertrag mit Jordanien 1994 zu einem Kompromiss in der Frage der Wassernutzung durchrang, streitet es mit den Palästinensern gleichsam um jeden Tropfen. Der Film führt vom Oberlauf des Jordan über den See Genezareth – Israels “Wassertank” – zu den dauerberieselten Feldern der Kibuzzim. Dort werden mit unglaublicher Wasserverschwendung Grapefruits gezüchtet, die weit billiger importiert werden könnten. Im Westjordanland stehen sich palästinensische Bauern und jüdische Siedler im Streit ums tägliche Wasser unversöhnlich gegenüber. In Ein Boqeq am Toten Meer und am Rand der Wüste schießen Hoteltürme in den Himmel, in deren Lobbys Touristen zwischen Kaskaden und Pools flanieren. In Bethlehem dürsten gleichzeitig Kinder, warten Palästinenserinnen geduldig auf Zisternenwagen, die das tägliche Frischwasser verkaufen. Israelische Wissenschaftler warnen vor den Folgen dieser verhängnisvollen Verteilungspolitik. Denn von den zwei Milliarden Kubikmetern Wasser, die Israel jährlich verbraucht, stammt nur ein gutes Drittel aus dem eigenen Territorium. Die arabischen Staaten werden nervös, wenn sie beobachten, wie sich die Türkei als einziger muslimischer Staat immer enger mit Israel verbündet. Vor kurzem wurde die “Allianz von Demokratien” (Sharon) durch einen zehnjährigen Kauf- und Liefervertrag von türkischem Süßwasser gefestigt. Ein politischer Präzedenzfall. Erstmals wird der Rohstoff Wasser zwischenstaatlich kommerziell gehandelt. Die Türkei bezeichnet diese Maßnahme als “Friedensbrücke”, Israel hat das Wasser als “strategisches Gut” deklariert. Für Israel ist dies tatsächlich ein strategischer Deal. Mit demselben Kostenaufwand könnte das Land eigentlich Trinkwasser aus seinen Meerentsalzungsanlagen gewinnen. (Infotext von YouTube übernommen).

Genre: Dokumentation
Sprache: Deutsch
Länge: ca. 46 Min.
Quelle: YouTube

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